Warum physisches Gold?


Gold als Sicherheit?

Die wirtschaftlichen und finanziellen Probleme in vielen großen Volkswirtschaften sind nicht erst seit der Corona-Krise offensichtlich. Deckungsloses Geld wird immer wieder dazu missbraucht, um Wohlstand zu simulieren. Denn das Guthaben auf der Bank ist nicht mehr als eine Zahl, die mit einem Knopfdruck verschwinden kann. Anders ist es mit Goldmünzen und Goldbarren. Das physische Edelmetall war allezeit geschätzt und wird auch künftig begehrt bleiben.


Wie viel Gold?

Aber wie viel Gold braucht man, als Notgroschen und Vermögensschutz? Jeder Goldbesitzer hat wohl seine eigenen Vorstellungen. Und mit dieser Frage beschäftigen sich Privatanleger genauso wie Zentralbanker. So erklärte Benjamin Diokno, der Präsident der philippinischen Zentralbank (BCP), zuletzt: „Wir haben mehr Gold, als wir brauchen“. Der Anteil and den Gesamtreserven beträgt gerade einmal 10 Prozent. Die Bundesbank hält dagegen 77 Prozent ihrer Rücklagen in Gold. In den Philippinen agiert man offensichtlich eher wie ein Privatanleger. Man wolle nun verstärkt damit traden, so Diokno. Mittlerweile empfehlen auch Investmentbanken ihren Kunden, ähnliche Anteile in Gold zu halten. So erklärte Charles Day, Portfolio-Manager der Schweizer UBS, kürzlich laut Business Insider: „Im Hinblick auf eine Diversifizierung […] sind im Moment vielleicht bis zu 10 Prozent kein schlechter Schritt“.


Reichen 5 Prozent?

Selbst der liebenswürdige, in der Edelmetall-Community bekannte Prof. Dr. Hans Bocker empfiehlt, nicht sein ganzes Hab und Gut in Edelmetall umzuschichten. In seinem Buch „Gold – Sklavenaufstand im Weltreich der Papiergeldkönige“ schreibt er: „Es besteht keine Notwendigkeit, Ihr Gesamtvermögen in Gold zu überführen. Abgesehen davon, dass Silber die noch besseren Gewinnchancen hat, genügen 5 – 15 % für Skeptiker und 20-40 % für Angsthasen.“ Er schätzt, dass der Unzenpreis wenn es hart auf hart käme, um das 20-fache steigen werde. Die übrigen 95 Prozent des Vermögens, die „verdunsteten“, würden dann durch die 5 Prozent Goldanteil kompensiert. Bocker: „Ihr Kapital wäre zumindest noch vorhanden.


Gold lebt, wenn das Geld stirbt

Fakt ist: Währungen kommen und gehen. Seit der Aufgabe des Goldstandards Anfang der 1970er-Jahre wird unser Kreditgeld systematisch verwässert. Mit den geldpolitischen und fiskalischen Maßnahmen im Zuge der Corona-Krise erleben wir in dieser Hinsicht deinen vorläufigen Höhepunkt. Man versucht, die wirtschaftlichen Probleme mit Geld wegzudrucken. Es gibt unzählige Beispiele in der Vergangenheit, wie in dieser Weise Währungen zugrundegerichtet wurden. Und sobald das staatliche Geld untergeht und die nächste Währungsreform ansteht, hält man sein Vermögen besser zu großen Teilen in Gold. Der gewählte Goldanteil im eigenen Portfolio ist letztlich auch eine Wette darauf, wie nahe der Gelduntergang bevorsteht.


Mit Gold gegen Inflation

Aber vielleicht kommt es doch nicht soweit. Kann man sich aus der Krise herausinflationieren? Hinsichtlich einer Absicherung gegen Inflation gibt es klare Regeln. Je größer die schleichende Geldvernichtung, desto weniger hält man besser in Cash. Auch andere Realwerte können sich dabei bewähren.

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